BOCHYNEK CALLING
REINHARD MUCHA

2.11. bis 3.12.2025

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 2. November 2025, 14 bis 18 Uhr

Als Reinhard Mucha 1986 hier, in den Räumen der Mutter-Ey-Str. 5, seine erste Galerieausstellung in Düsseldorf mit »Wasserstandsmeldung« realisierte, erwartete die Kunstwelt kontinuierlich Teilnahme an der »Champions League« von ihm. Mucha blieb bekennender Fortuna 95-Anhänger, verweigerte sich stetiger Vereinnahmung und gilt trotzdem lange schon als einer der bedeutendsten gegenwärtigen Künstler. Sein Werk nimmt eine Neubestimmung von Skulptur, Fotografie und Installation vor und reflektiert beständig regionale, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte. Mucha gelingt immer wieder die überzeugende Verschränkung von persönlicher mit kollektiver, gesellschaftlicher Historie.

Für seine zweite Ausstellung in diesen Räumen rückseitig der Kunsthalle ist nach fast vierzig Jahren eine Installation von eher kleinformatigen Werken zu erwarten, die das Spektrum Muchas adäquat abbilden. Da wäre zum Beispiel das leitmotivisch immer wieder erscheinende Motiv des Holunderbusches in voller Blüte zu erwähnen, der gerne an Bahndämmen wächst. Begleitet von einem frühen fotografischen Arrangement verschiedener Dampflokomotiven wird es dann auch späte Entwürfe von Hinterglasmalerei geben. Es sei hier nur angedeutet wie komplex die künstlerische Denkweise auch im kleinen Format ist. Mit der Ausstellung von Reinhard Mucha findet das Ausstellungsprojekt BOCHYNEK CALLING seinen Abschluss.

 

Galerie Peter Tedden

Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Mi – Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
und nach Vereinbarung

Martin Bochynek
+49 1575 707 03 93

 

 

BOCHYNEK CALLING
SUSANNE RISTOW — GREGOR MENKE

5.10. bis 29.10.2025

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 5. Oktober 2025, 14 bis 18 Uhr

Zur Fortsetzung der Ausstellungsreihe BOCHYNEK CALLING kommen Künstler zusammen, die bildnerisch-konzeptuell zwei völlig verschiedene Wege verfolgen.

Susanne Ristow hat für ihre medienübergreifende Arbeit seit einiger Zeit schon den Begriff der Kulturvirologie geprägt und wird einmal mehr das Ansteckungspotenzial von Bildern und Narrativen wirkmächtig zum Einsatz bringen. Drei Bilder aus ihrer bildnerischen Filmanalyse ergänzen die aktuellen Überlegungen zu viralen Grenzüberschreitungen, mit denen sie sich seit vielen Jahren befasst. La Madonna del Contagio ist Teil einer neuen Reihe, doch werden auch frühe Zeichnungen zur Ansteckungskraft von Sound und Text, Motive aus ihrer Zeit in Neapel und eine Reihe von Amalfikeramiken zu sehen sein.

Gregor Menke, Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie in den 90er Jahren und seit langem schon in Berlin ansässig, arbeitet an einem malerischen Werk, das sich schwer in Begriffe fassen lässt. Geprägt von entschiedener Individualität malerischer Avantgarde des 20. Jahrhunderts behauptet Menke einen malerischen Anspruch an Kunst, der in unserer diskursmächtigen Wirklichkeit kaum noch möglich erscheint. Raumgreifende Werke werden die Situation prägen, eine persönliche Anschauung als Erfahrung speziell werden lassen und mehr Fragen stellen als Antworten liefern.

 

Galerie Peter Tedden

Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Mi – Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
und nach Vereinbarung

Martin Bochynek
+49 1575 707 03 93

 

 

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BOCHYNEK CALLING
PALOMA VARGA WEISZ — DIRK SKREBER

7.9. bis 1.10.2025

Vorbesichtigung
Freitag, 5. September, 17 bis 20 Uhr
Samstag, 6. September, 13 bis 16 Uhr

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 7. September 2025, 14 bis 18 Uhr

Die Ausstellungsreihe BOCHYNEK CALLING in der Galerie Tedden geht in ihre dritte Runde und erinnert daran, dass die Bochynek Galerie (damals ansässig in der Ackerstraße 99, D-Flingern) früher Wegbegleiter für erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler war.

Paloma Varga Weisz hatte dort im Jahre 1998 mit »Wilde Leute« ihre erste Einzelausstellung in einer Galerie überhaupt. Dieser gelungene Auftakt war der Anfang einer bemerkenswerten künstlerischen Karriere der Düsseldorfer Bildhauerin, die ihrer figurativen Formensprache aus den Anfängen treu geblieben ist. Dem Werk von Varga Weisz obliegt ein künstlerischer Reiz, der bis heute von einer eher klassischen Arbeitsweise, hoher konzeptueller Stringenz sowie handwerklicher Präzision geprägt ist. Ihr Beitrag für diese Ausstellung wird dies erneut zur Anschauung bringen.

Dirk Skreber war ebenfalls ein früher Begleiter der Bochynek Galerie seit 1997 und hat auch von hier aus wichtige Schritte für seine internationale Karriere unternommen. Für das jetzige »rendevouz des amis« kommen großformatige Bilder aus seinem Berliner Atelier in die Düsseldorfer Ausstellung, eines davon mit keramischen Elementen. Die Katastrophe geht in seinen Werken weiter wie eh und je. Ebenso brillant wie unverfroren bedient sich Skreber dafür am Bildrepertoire der Medien wie der Kunstgeschichte und navigiert rasant und in aller Schönheit am Rande des Abgrundes der Risikogesellschaft.

Galerie Peter Tedden

Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf

 

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BOCHYNEK CALLING
MARIARITA RENATTI — CLAUS FÖTTINGER

3.8. bis 3.9.2025

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 3. August 2025, 14 bis 18 Uhr

Die Künstlerin Mariarita RENATTI stammt aus Torre del Greco am Rande des Vesuv und hat ihr Studium an der Kunstakademie von Neapel absolviert. Für ihre figurativen Bilder arbeitet sie in feinen, sich überlagernden schwarzen Lineaturen, die an die Technik von alten Kupferstichen erinnern, aber auch von ihrer Arbeit als Tätowiererin zeugen. Motivisch greift die Künstlerin Themen aus ihrem persönlichen und familiären Zusammenhang auf und konstruiert daraus Bilder von „schwarzer Magie“. Man kann den Werken eine Verwandschaft zu popkulturellen Phänomenen von Dark Wave, Black Metal oder Gothic nicht absprechen, die ja nicht nur in der Musik stetig an Bedeutung gewinnt. Die „Farbe“ Schwarz bildet hier gewissermaßen die Verkörperung einer geistigen Haltung, die RENATTI nicht ohne Humor auf Leinwand, Papier oder Haut bringt.

Claus FÖTTINGER bedarf als Düsseldorfer Künstler eigentlich keiner Einführung. Seine ambienthaften Inszenierungen zwischen Lichtkunst und sozialer Plastik sind seit Jahrzehnten ein Begriff. Für diesen Ausstellungsbeitrag hat er sich von gegenwärtiger Tätowierpraxis seiner früheren Studentin Meng Su und von der Arbeit der Kollegin RENATTI inspirieren lassen und neue Lichtobjekte produziert, die zum ersten Mal zu sehen sein werden. Besondere Brisanz erhält die Kombination von Lampen und Tätowierpraxis durch die frühere Verwendung von Tierhaut als Material für die Bespannung von Lampenschirmen. Zum Medienkunstwerk mutiert nicht nur der zum Bildschirm umfunktionierte Lampenschirm, wie eine aus der Beschäftigung mit David Cronenbergs Videodrome entstandene Stehlampe ahnen lässt. Neben dieser subversiven wie affirmativen Neumöblierung des Galerieraumes werden zwei Deckenlampen zu sehen sein, die der italienischen und chinesischen Tätowierpraxis die Reverenz erweisen.

Galerie Peter Tedden

Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf

 

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BOCHYNEK CALLING
ALWINA HEINZ — JÖRG PAUL JANKA

22.6. bis 30.7.2025

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 22. Juni 2025, 14 bis 18 Uhr

Für ein halbes Jahr realisiere ich in der Galerie Peter Tedden ein Interims-Ausstellungsprogramm. Da ist zum Ersten Alwina Heinz, deren malerisches Bildprogramm die alte Methode vom bildnerischen Denken (im Sinne von Paul Klee) überzeugend verfolgt. Man muss dabei hinsehen, mitdenken und darüber auch kontrovers diskutieren. Die in Kasachstan geborene Künstlerin arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes auf technischer und intellektueller Ebene an ihren Themen ab. Ihre tiefe Ernsthaftigkeit ist für mich ein Indiz dafür, dass hier jemand an nicht nur an für sie selbst bedeutsamen Inhalten arbeitet.

Alwina Heinz: »Landschaft 4«, 90 x 120 cm, Öl auf Leinwand, 2017

Über Jörg Paul Janka muss ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Schon seit lange vergangenen, gemeinsamen Duisburger Tagen schätze ich seinen rigorosen Einsatz für das, was ich etwas läppisch als »Kampf für die Kultur der Arbeit« bezeichnen möchte. Einerseits kommen auch in dieser Ausstellung wiederholt seine technologischen und handwerklichen Fertigkeiten zum Vorschein – auf der anderen Seite bringt er immer wieder inhaltlich überraschende, überzeugende und auch amüsante Ergebnisse zur Anschauung. Ich denke, man darf gespannt sein.
Martin Bochynek

Jörg Paul Janka: Atelieransicht, D-Oberbilk, 2025

 

Galerie Peter Tedden

Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf

 

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